About
Lina Lev ist eine in Wien ansässige Künstlerin, Kulturmanagerin und Körpertherapeutin, deren Arbeit sich im Bereich Tanz, Performance und Choreografie bewegt. Das Fundament ihres interdisziplinären Schaffens liegt in einer tief verankerten somatischen und kontemplativen Praxis.
Als moderne Freelance-Nomadin lebte und arbeitete sie in Hamburg, Berlin, Heidelberg, São Martinho das Amoreiras und Tel Aviv, bevor sie 2024 nach 13 Jahren in ihre Heimatstadt zurückkehrte. Ihr Lebensstil spiegelt das Streben nach Integrität zwischen Arbeit, Naturverbundenheit und Gemeinschaft wider. So hat sie sich – neben ihrer festen Basis in Wien – zwischen den stillen Landschaften Alentejos (PT), wo sie Workshops und Retreats hostet, und kulturellen Spielstätten in Österreich und Deutschland eingerichtet.
Ausgehend von ihrem Studium der Internationalen Entwicklung im Jahr 2008 engagierte sich Lina Lev in verschiedenen NGOs für Menschenrechte und eine nachhaltige, gemeinwohlorientierte Lebensweise. Ihre Begeisterung für Kunst und Körper führte sie zu einem Studium in Tanztheater (BA) und Tanztherapie (MA), sowie zu einer Vertiefung in Somatischem Tanz und Contact Improvisation bei Sabine Parzer am Holistischen Tanzinstitut. Als zertifizierte Kundalini-Yoga-Lehrerin erweiterte sie ihren Horizont auf Reisen durch Indien, Mexiko, Israel, Guatemala und die USA. In diesen Jahren tauchte sie tief in alternative Lebensentwürfe jenseits der Norm ein und nahm an hunderten Masterclassen, Workshops und Retreats bei herausragenden internationalen Lehrer*innen für Tanz, Yoga, Meditation und Selbsterfahrung teil. Dabei erwarb sie fundierte Kenntnisse, die sie heute in ihren eigenen Workshops und Retreats teilt.
Lina Levs breites Repertoire fließt in den Bereichen Produktion und Kulturmanagement in eine Form der Organisation, die weit über reine Logistik hinausgeht. Mit ganzheitlichem Blick und Präsenz wandelt sie komplexe Anforderungen in fließende Prozesse um. Damit bereicherte sie bereits Institutionen wie das Deutsche Schauspielhaus Hamburg, Thalia Theater, Theater und Orchester Heidelberg sowie SEAD – Salzburg Experimental Academy of Dance. Ihr Wirken prägte zudem Formate wie ImPulsTanz, Tanz im August, Theater der Welt, die Tanzbiennale, den Heidelberger Stückemarkt und Tanz! Heilbronn.


Auf ihrem künstlerischen und beruflichen Weg hat Lina Lev ein dichtes Netzwerk in der internationalen Szene geknüpft. In enger Kollaboration mit einer Vielzahl von Künstler*innen und Kollektiven – darunter Patricia C. Mai, Deichkind, Cie. Willi Dorner, Katia Reshetnikova, Max Makowski, Anna K. Nemeth und Anna-Kristine Linke – entstanden vielschichtige Projekte an der Schnittstelle von Tanz und Performance.
Als Mitbegründerin eines Tanz- und Kunstkollektivs entwickelte sie zudem diverse Solo- und Gruppenstücke. Innerhalb des Ensembles Kollektiva. übernahm sie wechselnde Rollen als Tänzerin, Choreografin und Outside Eye sowie als Produktionsleiterin und Company Managerin.
Ihr Engagement erstreckt sich auch auf die Leitung von Tanz- und Theaterprojekten für Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters und kultureller Herkunft. Ausgehend von ihren eigenen multikulturellen Wurzeln ermutigt sie junge Menschen, ihren individuellen Weg und Ausdruck zu finden. Diese Arbeit ermöglicht ihr ein inspirierendes Gleichgewicht zwischen sozialem Engagement, struktureller Organisation und künstlerischer Tiefe.
Artistic Statement
Der Motor meiner künstlerischen Arbeit liegt in einer tiefen Neugier und der aufrichtigen Suche nach Wahrhaftigkeit. Mich interessiert die Brücke zwischen dem Persönlichen und Universellen – zwischen Menschen, Ideen und jenen unsichtbaren Fäden, die uns verbinden.
Angetrieben von dem Wunsch nach individueller und kollektiver Freiheit, Verbundenheit und gegenseitigem Mitgefühl erforsche ich diese Facetten des Lebens, um zu ergründen, wie wir sie sowohl im Alltag als auch im globalen Kontext verkörpern können.
Bewegung wird dabei zu meinem Laboratorium: Der Körper ist ein Raum, in dem das mentale Rauschen verstummt und Vertrauen in die instinktive Intelligenz von Muskeln und Knochen im gegenwärtigen Moment entstehen kann.
Letztendlich stellt Kunst für mich eine essenzielle Verbindung von Dringlichkeit, Emotion und Intuition dar. Sie schafft ein Refugium für tiefes Ergründen und Reflexion – einen Raum, der allein durch seine Existenz Veränderung ermöglicht und neue Blickwinkel eröffnet.


